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Im September 2004 wurde die Galenus-Privatstiftung als Wissenschaftsstiftung mit Sitz in Wien gegründet. Ihr Ziel ist es, Post docs, Habilitanden, Assistenz- und Juniorprofessoren sowie Personen in äquivalenter Position im Fach Pharmazeutische Technologie und Biopharmazie zu fördern. Die Stiftung vergibt alljährlich die Galenus Supports und alle zwei Jahre den mit 5000 EURO dotierten Galenus Technologie-Preis. Daneben werden Gastprofessuren und internationale Workshops ( in englischer Sprache ) gefördert.

Dem Stiftungsvorstand gehören derzeit folgende Mitglieder an:

  • Dr. Cornelia Désirée Sonntag (Vorsitzende)
  • Dr. Robert Kührer
  • Notar Dr. Alexander Michalek

Anlässlich der Stiftungsgründung gab Prof. Dr. Bernhard C. Lippold,
wissenschaftlicher Beirat der Stiftung, der pharmazeutischen Fachpresse in Wien folgendes Interview:

Text: Brigitte M.Gensthaler, Pharmazeutische Zeitung 46(2004), S.4048


Nomen est omen:

Die Galenus-Privatstiftung fördert herausragende Nachwuchswissenschaftler der Pharmazeutischen Technologie. Beim ersten öffentlichen Auftritt der neuen Stiftung in Wien erläuterte Professor Dr. Bernhard Lippold, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, deren Ziele.

PZ: Sie fungieren als wissenschaftlicher Beirat der Stiftung. Warum engagieren Sie sich als deutscher Wissenschaftler für eine österreichische Initiative?

Lippold: Obgleich die Galenus-Privatstiftung am 1. September nach österreichischem Recht als gemeinnützige Stiftung mit Sitz in Wien gegründet wurde, ist ihre Tätigkeit keineswegs auf Österreich begrenzt. Ihr Ziel ist es, die Forschung und wissenschaftliche Weiterbildung in der Pharmazeutischen Technologie zu fördern. Diese Wissenschaft, die sich mit der Formulierung von Arzneistoffen befasst, sehen wir als ureigenes Fach des Apothekers an.

PZ: Wer kann sich um eine Förderung bewerben?

Lippold: Wir richten unseren Blick besonders auf jüngere Wissenschaftler nach der Promotion, also Habilitanden und Juniorprofessoren, die an herausragenden Projekten arbeiten. Die Vorgaben für eine Bewerbung sind bewusst einfach gehalten, damit die Stiftung viele Kollegen ansprechen und breit wirken kann. Aus diesem Grund ist der Kreis nicht auf Apotheker begrenzt. Denn gerade in der Pharmazeutischen Technologie und Biopharmazie forschen auch Menschen mit anderen Qualifikationen, zum Beispiel physikalische Chemiker.

PZ: Kommen wir zu den Preisen.

Lippold: Wir beginnen mit der Vergabe des Galenus Supports, der 10- bis 15-mal pro Jahr erfolgen soll. Dieser Preis unterstützt Wissenschaftler, die zum Beispiel eine Vortrags- oder Kongressreise ins Ausland planen, sich in einem Spezialgebiet weiterbilden oder aufwendige Literatur beschaffen wollen. Die Stiftung möchte junge Forscher damit zu internationalem Austausch, auch mit Nachbarwissenschaften, ermutigen und Kontakte im Ausland ermöglichen. Ziel ist es, die Kommunikation der Pharmazeuten auf internationaler Ebene zu fördern.

Zum Zweiten soll alle zwei Jahre der mit 3000 Euro dotierte Galenus Technologie-Preis für eine innovative Arbeit in der Pharmazeutischen Technologie verliehen werden. Dies kann auch eine Habilitationsschrift sein. Entscheidend ist, dass der Bewerber einen neuen Ansatz vorlegt, der das Fach wirklich voranbringt. Der Preis kann nicht dazu dienen, neue Großgeräte oder Dauerprojekte zu finanzieren, soll aber Forscher herausheben und ihren Einsatz würdigen. Nicht ohne Grund hat die Stiftung einen so klangvollen Namen. Der Preis kann damit eine Karrierestufe markieren, die ein Wissenschaftler erworben hat.

PZ: Was zeichnet die Stiftung aus?

Lippold: Ich möchte hervorheben, dass es sich um eine gemeinnützige private Stiftung aus der Apothekerschaft selbst handelt – quasi als Dank an das eigene Fach. Dieses Mäzenatentum wird in den USA sehr viel häufiger praktiziert als bei uns. Schön wäre es, wenn die Initiative weitere Apotheker zu ähnlichen Aktivitäten anspornen könnte.

PZ: Ist Mäzenatentum nicht überholt?

Lippold: Nein, ganz im Gegenteil. Ohne Drittmittel kann kein Universitätsfach mehr leben. Dazu ist es wichtig, dass neben der industriellen und staatlichen Förderung auch andere Quellen erschlossen werden. Die private Unterstützung durch Stiftungen, die vom Berufsstand getragen werden, bildet eine dritte Säule. Es ist klar, dass die Galenus-Stiftung die Finanzmisere an der Hochschule nicht lösen kann, aber sie kann Forscher motivieren.

PZ: Ist die pharmazeutisch-technologische Ausrichtung der Privatstiftung auf Dauer gewährleistet?

Lippold: Diese Belange wird die Österreichische Apothekerkammer in der Stiftung bewahren. Sie hat das Recht zur Berufung des Apothekers im dreiköpfigen Vorstand. Damit werden der pharmazeutisch-technologische Charakter der Stiftung und deren Kontinuität auch künftig gewahrt.

PZ: Welche Zukunftspläne hat die Stiftung?

Lippold: Jetzt beginnen wir mit der ersten Ausschreibung für die Supports. Dann wollen wir die Aktivitäten rasch ausweiten, um die Galenus-Stiftung im deutschsprachigen Raum bekannt zu machen. Im Frühjahr 2005 soll der Galenus Technologie-Preis ausgelobt werden. Weitere Vorhaben sind in Planung. Diese Privatstiftung soll Signalcharakter für die Pharmazeutische Technologie bekommen.

 

 

 


Prof. Dr. B.C. Lippold
Foto Schedl (Wien)